KONTRASTE PUR - USA 2017 - Teil 1: Monolithen & Felsmonumente

| 22.04.2017 | | USA
KONTRASTE PUR - USA 2017 - Teil 1: Monolithen & Felsmonumente

"Wir hören schon wieder die Stille!" - Diesen Satz haben wir für unsere Verhältnisse oft geflüstert auf dieser Tour. Jetzt wird Jeder sagen, wie kann man denn überhaupt Stille "hören"?? Wir kennen dieses Phänomen schon seit unserem Urlaub in Namibia: Man steht oder sitzt in der freien Natur. Völlig allein. Und man hört definitiv gar nichts. Nur das Rauschen des Blutes in seinen eigenen Ohren und das Pochen seines Herzens. In diesem Moment "hört" man die Stille. Ein emotional sehr bewegender Moment. Die Ruhe und der Frieden. Das Alleinsein. Freiheit. Und so wunderschön.

Angesichts der gewaltigen Steinmonolithen - z.B. im Monument Valley oder im Arches Nationalpark (NP) - wirkten wir ur-klein, fast verlassen. Man wurde sich schnell des kurzen eigenen Lebens bewußt. Mehrere tausend Jahre hatte es gebraucht, diese Reste vergangener Hochplateaus entstehen zu lassen. Die irrwitzigsten Formen und Bögen entstanden wie z.B. der "Elephant Rock" im Zion NP oder die "Three Sisters". Die unglaublich tiefen Sandstein-Canyons mit ihren bunt schillernden Farben im Licht der Sonne. Noch bunter ging es in den engen Slots wie z.B. in den zwei Antelope Canyons (extrem teure Tickets!) zu: Von tief orange bis lila findet man dort bei entsprechender "Außen"sonne traumhaft geschwungene Steinstrukturen und -windungen. Überhaupt bildete der Sandstein die wesentliche Grundlage für all diese Gesteinsformationen. Ein Highlight war mit Sicherheit das zum Sonnenaufgang knallorange leuchtende Felsentor direkt an der Abrißkante des sehr tiefen Colorado-Canyons namens "Mesa Arche". "Ich bin so klein und nur einen Tag da!". Mit diesen Worten versuchte sich eine junge Asiatin direkt vor unser Stativ zu stellen. Erfolg hatte sie jedoch nicht.

Schaute man sich die vielen, so einfallsreich geformten "Rocks" einmal in aller Ruhe an, käme man bestimmt zu den fantasievollsten Namen und Bezeichnungen für sie. Bei diesem unfaßbaren Überangebot verblaßte der Ruhm des altehrwürdigen Grand Canyon doch ein wenig. Und schließlich waren diese fantastische und grandiose Stein- und Prärienaturlandschaften einmal das Land der Apaches und Navajos. Wenn man dort so steht, kann man sich gut vorstellen, wie sie über die Steppen ritten und Tiere jagten. Eben das perfekte Winnetou- und Wilder Westen-Country. Und genial geeignet für jede Menge Panorama-Aufnahmen.


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